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Jira-Alternativen 2026: 5 Werkzeuge

Welche Jira-Alternative zu welchem Team passt — mit Preisen vom 3. August 2026 und dem Hinweis, wann Jira die richtige Wahl bleibt.

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Jira kann fast alles, und genau daran scheitern viele Teams: Die Einrichtung dauert, die Oberfläche ist voll, und ein großer Teil der Funktionen wird nie benutzt. Diese Seite ordnet fünf ernstzunehmende Alternativen jeweils einem Anwendungsfall zu — und sagt auch, wann Jira die richtige Wahl bleibt.

Warum Teams von Jira weggehen

Drei Gründe hören wir immer wieder, und keiner davon ist „Jira ist schlecht“:

  • Aufwand statt Arbeit. Workflows, Bildschirme, Berechtigungsschemata — Jira ist konfigurierbar bis zur Erschöpfung, und irgendwer muss das pflegen.
  • Kostentransparenz. Es gibt keinen glatten Preis pro Platz; gerechnet wird über einen Kalkulator mit Mengenstaffel, dazu kommen Marketplace-Apps.
  • Data Center läuft aus. Wer selbst hostet, hat ein Datum im Kalender — mehr dazu auf unserer Seite zur Jira-Data-Center-Abkündigung.

Die Alternativen im Überblick

WerkzeugPreisGratis-TarifDatenhaltung
ZuunaFree 0 € · Plus 4 € · Business Standard 8 € · Business Pro 16 € · Developer 24 € (pro Platz/Monat, inkl. MwSt.)2 Mitglieder, 2 Boards, 100 KartenDeutschland
LinearBasic 10 $ · Business 16 $ (pro Nutzer/Monat, jährlich) — SAML/SCIM erst ab Enterprise250 Vorgänge, 2 TeamsUS-Anbieter
ClickUpUnlimited 7 $ · Business 12 $ (pro Nutzer/Monat, jährlich)unbegrenzte Aufgaben, aber 60 MB SpeicherUS-Anbieter
AsanaStarter 10,99 $ · Advanced 24,99 $ (pro Nutzer/Monat, jährlich) — Mindestabnahme 2 PlätzePersonal: maximal 2 NutzerUS-Anbieter
TrelloStandard 5 $ · Premium 10 $ · Enterprise 17,50 $ (pro Nutzer/Monat, jährlich)10 Mitarbeitende je Workspace, 10 Boards, 250 Automatisierungsläufe/MonatAtlassian Cloud
JiraKein veröffentlichter Listenpreis pro Platz — Atlassian rechnet über einen Kalkulator mit Mengenstaffelbis 10 Nutzer, 2 GB Speicherwählbare Region ab Standard

Alle Preise von den Preisseiten der jeweiligen Anbieter, abgerufen am 3. August 2026. Währungen sind nicht umgerechnet — jede Angabe trägt das Symbol, in dem der Anbieter sie ausweist. Preise ändern sich; prüfe vor einer Entscheidung nach.

Linear — wenn Geschwindigkeit alles ist

Passt für: Produktteams, die einen schnellen, meinungsstarken Issue-Tracker wollen und bereit sind, sich der Arbeitsweise des Werkzeugs anzupassen. Die Oberfläche ist die schnellste im Feld, die Tastaturbedienung ernsthaft durchdacht.

Wo es schwächer ist: Zeiterfassung und Dokumente sind nicht das Zuhause von Linear. Und für DACH-Unternehmen relevant: SAML und SCIM gibt es erst im Enterprise-Tarif — wer SSO für 15 Leute braucht, landet direkt im Vertriebsgespräch.

ClickUp — wenn es alles können soll

Passt für: Teams, die ein Werkzeug für Projekte, Dokumente, Ziele und Zeiterfassung wollen und Funktionsbreite über Fokus stellen. Zum Preis von 7 $ pro Nutzer und Monat im Unlimited-Tarif ist das viel Funktion fürs Geld.

Wo es schwächer ist: Dieselbe Breite ist der häufigste Kritikpunkt — viele Optionen, viele Einstellungen, und der Gratis-Tarif ist mit 60 MB Speicher praktisch nur zum Ausprobieren geeignet.

Asana — wenn nicht-technische Teams mitarbeiten

Passt für: Abteilungsübergreifende Arbeit, bei der Marketing, Vertrieb und Produkt dasselbe Werkzeug benutzen sollen. Asana ist darin gut und sieht gut aus.

Wo es schwächer ist: Für Entwicklerteams fehlt die Git-Nähe. Und der Einstieg ist teurer, als er wirkt: Der Gratis-Tarif ist auf 2 Nutzer begrenzt, und bezahlte Tarife haben eine Mindestabnahme von 2 Plätzen.

Trello — wenn es klein bleiben darf

Passt für: Kleine Teams und überschaubare Vorhaben. Trello ist das Werkzeug, das man niemandem erklären muss, und der Gratis-Tarif ist großzügig.

Wo es schwächer ist: Sprints, Backlog und Zeiterfassung sind nicht eingebaut. Wer sie braucht, sammelt Power-Ups — und irgendwann ist Trello teurer und unübersichtlicher als das Werkzeug, das man stattdessen hätte nehmen können. Details im Direktvergleich Zuuna vs. Trello.

Zuuna — wenn Git und EU-Hosting zusammenkommen sollen

Passt für: Entwicklerteams im deutschsprachigen Raum, die Board, Sprints, Releases und ihren Code an einem Ort haben wollen und deren Einkauf nach dem Serverstandort fragt. Commits, Pull Requests und CI-Status landen automatisch auf der Karte; gehostet wird in Deutschland.

Wo es schwächer ist: Zuuna ist jung. Es gibt kein Marketplace-Ökosystem und weniger Integrationen als bei den großen Anbietern. Wer hunderte Custom-Workflows abbilden muss, ist bei Jira besser aufgehoben — das ist keine Bescheidenheit, sondern der ehrliche Stand.

Direktvergleich Zuuna vs. Jira · Projektmanagement für Entwickler

Wann Jira bleiben sollte

Ein Wechsel lohnt sich nicht, wenn die Antwort auf eine dieser Fragen „ja“ ist: Hängen geschäftskritische Prozesse an Marketplace-Apps? Ist Confluence tief verzahnt? Gibt es ein Team, das Jira ohnehin betreut und dem die Konfiguration leichtfällt? Dann kostet der Umzug mehr, als er einbringt.

Umziehen: der ehrliche Weg

Jira verbindest du direkt: Du legst in deinem Atlassian-Konto ein API-Token an, trägst Adresse, E-Mail und Token ein, und Zuuna liest das Projekt selbst aus — keine App-Registrierung, kein OAuth, kein Administrator nötig. Wer lieber eine Datei hochlädt, nimmt den Jira-CSV-Export. Trello exportierst du als JSON und lädst es hoch. Für alle übrigen Werkzeuge führt der Weg über die Tabelle: CSV oder Excel. Der Import läuft einmal — er beobachtet die Quelle nicht, und es fließt nichts zurück.

Beim Import ordnest du jede Spalte zu — Titel, Status, Priorität, Fälligkeit, Zuständigkeit oder ein eigenes Feld. Aus den Werten der Status-Spalte entstehen die Board-Spalten. Grenzen: 15 MB je Datei, 50 Spalten, 10.000 Zeilen, 30 Status-Spalten. Das Trennzeichen erkennt Zuuna selbst, deutsches Excel mit Semikolons funktioniert also unverändert.

Was nicht mitkommt: Anhänge, Kommentarverläufe und die Historie. Wer die braucht, exportiert sie getrennt oder lässt das alte System als Archiv stehen. Die vollständige Anleitung geht Schritt für Schritt durch.

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Und was kostet es?

Rechne es für deine Teamgröße durch, statt es zu schätzen: Kostenrechner.

Der Umzug, Schritt für Schritt

Wie das konkret abläuft — Token oder CSV, was mitkommt, was zurückbleibt — steht in Von Jira zu Zuuna umziehen.

Häufige Fragen

Was ist die beste Jira-Alternative?

Es gibt keine allgemein beste. Für Entwicklerteams, die Geschwindigkeit wollen, ist Linear die naheliegendste; für Teams, die Git, Sprints und Releases an einem Ort brauchen und ihre Daten in der EU halten müssen, Zuuna; für gemischte Fachabteilungen Asana oder monday.com; für Teams mit sehr breitem Funktionsbedarf ClickUp.

Muss ich wegen des Jira-Data-Center-Endes wechseln?

Nur wenn du Data Center betreibst. Atlassian verkauft seit dem 30. März 2026 keine neuen Data-Center-Abonnements mehr, bestehende Kunden können bis zum 30. März 2028 verlängern, und am 28. März 2029 endet der Support. Jira Cloud ist davon nicht betroffen — für Data Center gibt es eine eigene Seite mit den Fristen.

Was kostet Jira eigentlich pro Nutzer?

Atlassian veröffentlicht keinen glatten Listenpreis pro Nutzer. Die Preisseite führt auf einen Kalkulator mit Mengenstaffel, in dem der Preis pro Platz mit wachsender Nutzerzahl sinkt. Der Gratis-Tarif reicht bis 10 Nutzer.

Wo bleibt Jira die bessere Wahl?

Bei sehr großen Organisationen mit vielen Custom-Workflows, bei tiefer Verzahnung mit Confluence und Bitbucket, und überall dort, wo das Marketplace-Ökosystem gebraucht wird. Das ist ein echter Vorsprung, den keines der hier genannten Werkzeuge einholt.

Kann ich meine Jira-Vorgänge mitnehmen?

Ja, auf zwei Wegen. Entweder verbindest du Jira direkt — API-Token im Atlassian-Konto anlegen, Adresse, E-Mail und Token eintragen, Projekt und Status-Zuordnung wählen, den Rest erledigt der Server. Oder du exportierst in Jira „Excel CSV (all fields)“ und lädst die Datei hoch; die Spaltenzuordnung ist dann schon ausgefüllt. Mit kommen Titel, Status, Beschreibung, Fälligkeiten, Priorität, Vorgangstyp, Story Points, Schätzungen, Zuständigkeiten, Epics mit ihren echten Namen, Unteraufgaben, Vorgangsverknüpfungen, Kommentare, Checklisten, Sprints, gebuchte Zeiten sowie Namen und Links der Anhänge. Alte Vorgangsschlüssel funktionieren weiter: PROJ-42 findet die Karte auch nach dem Umzug. Nicht mit kommen die Anhang-Dateien selbst, Workflows, Berechtigungen, Beobachter, der Reporter und Jira-Labels. Der Import läuft einmal und ist keine laufende Synchronisation.

Noch am Vergleichen? Probier es aus.

Die kürzeste Art, eine Shortlist zu klären, ist ein echtes Projekt hineinzuziehen — per CSV- oder Excel-Import, in ein paar Minuten. 14 Tage voller Zugriff, ohne Kreditkarte.