Tutorial
Von Jira zu Zuuna umziehen — mit Token oder CSV
Zwei Wege: Jira mit einem API-Token direkt verbinden oder den CSV-Export hochladen. Was mitkommt, was zurückbleibt, und warum alte Vorgangsschlüssel weiter funktionieren.
Wer von Jira wegzieht, sucht selten Argumente — die Entscheidung ist gefallen. Gesucht wird der Weg: Was kommt mit, was bleibt zurück, und wie lange dauert es. Diese Anleitung beantwortet genau das.
Es gibt zwei Wege. Der schnellere braucht keine Datei, sondern nur ein API-Token. Der andere geht über den CSV-Export und funktioniert auch dann, wenn deine Jira-Instanz von außen nicht erreichbar ist.
Weg 1: Jira direkt verbinden
Du legst in deinem Atlassian-Konto unter Security → API tokens ein Token an. In Zuuna trägst du drei Dinge ein: die Adresse deiner Jira-Site, die E-Mail-Adresse desselben Atlassian-Kontos und das Token. Dann wählst du das Projekt und entscheidest, welche Jira-Status zu welchen Spalten werden — und schließt den Tab. Der Import läuft auf dem Server weiter.
Bemerkenswert ist, was du nicht tust: keine App im Atlassian Marketplace registrieren, kein OAuth einrichten, keinen Administrator fragen. Das Token trägt genau deine eigenen Jira-Rechte, nicht mehr, und ist in etwa dreißig Sekunden erstellt. Die meisten Werkzeuge verlangen an dieser Stelle eine Installation durch jemanden mit Admin-Rechten.
Weg 2: Der CSV-Export
In Jira gehst du auf die Vorgangssuche und wählst Export → Excel CSV (all fields). Genau dieser Export, nicht „current fields“: Letzterer lässt das meiste weg, was den Umzug überhaupt lohnenswert macht. Die Datei lädst du in Zuuna hoch — die Spaltenzuordnung ist bereits ausgefüllt, du prüfst die Vorschau und übernimmst.
Was mitkommt
Titel, Status (als Spalten), Beschreibung, Fälligkeiten, Priorität, Vorgangstyp, Story Points, Schätzungen, Zuständigkeiten, Epics mit ihren echten Namen, Unteraufgaben, Vorgangsverknüpfungen wie blocks und relates to, Kommentare, Checklisten, Sprints, gebuchte Zeiten sowie Namen und Links der Anhänge.
Und ein Detail, das im Alltag mehr zählt, als es klingt: alte Vorgangsschlüssel funktionieren weiter. Ein PROJ-42 in einem alten Commit, einem Wiki-Eintrag oder einer E-Mail findet die Karte auch nach dem Umzug.
Was nicht mitkommt
Die Anhang-Dateien selbst bleiben in Jira; ihre Namen und Links kommen mit. Ebenfalls nicht: Workflows, Berechtigungsschemata, Beobachter, der Reporter und Jira-Labels — für Letztere gibt es auf einer Zuuna-Karte kein Gegenstück, Epics kommen stattdessen aus dem Epic Link.
Das steht hier so deutlich, weil das Schlimmste an einem Umzug ist, eine Lücke hinterher zu entdecken. Zuuna zeigt dir vor dem Import, was nicht mitkommt, und danach einen Bericht über alles, was tatsächlich ausgelassen wurde.
Der Import läuft einmal
Auch der verbundene Weg ist ein Import, keine Synchronisation. Er beobachtet Jira nicht, und es fließt nichts zurück. Das ist Absicht: Ein Umzug hat ein Ende, und zwei Systeme, die sich gegenseitig schreiben, sind kein Umzug, sondern eine dauerhafte Doppelpflege.
Hinweis für Data Center
Jira Data Center liefert Beschreibungen als Wiki-Markup statt im neueren Format. Sie kommen deshalb als gut lesbarer Text an, aber ohne Formatierung. Wenn dich das betrifft, ist die Seite zum Data-Center-Ende die passende Anlaufstelle.
Häufige Fragen
Brauche ich Administrator-Rechte in Jira?
Nein. Das API-Token trägt genau deine eigenen Jira-Rechte. Es gibt keine App zu installieren und kein OAuth einzurichten — genau das verlangen die meisten anderen Werkzeuge an dieser Stelle.
Kommen meine Kommentare mit?
Ja, Kommentare kommen mit, ebenso Checklisten, Sprints, gebuchte Zeiten, Unteraufgaben und Vorgangsverknüpfungen. Nicht mit kommen die Anhang-Dateien selbst — deren Namen und Links aber schon.
Funktionieren meine alten Jira-Schlüssel weiter?
Ja. Ein PROJ-42 aus einem alten Commit oder Wiki-Eintrag findet die Karte auch nach dem Umzug.
Synchronisiert sich Zuuna danach mit Jira?
Nein. Der Import läuft einmal. Zuuna beobachtet Jira nicht und schreibt nichts zurück — auch nicht beim verbundenen Weg.
In welchem Tarif ist der Import enthalten?
In jedem. Zwei Felder hängen an Funktionen höherer Tarife: Story Points brauchen Sprints, Schätzungen die Zeiterfassung. Fehlen sie, wird alles Übrige trotzdem importiert und die Auslassung im Bericht ausgewiesen.