Alternative

Jira Data Center Alternative: DSGVO-konform

Jira Data Center läuft aus. Welche Alternativen es gibt, was der Umzug per CSV kostet — und wo deine Daten danach liegen.

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Atlassian hat das Ende von Jira Data Center besiegelt: Seit dem 30. März 2026 gibt es für Neukunden keine Data-Center-Abos mehr, und am 28. März 2029 laufen alle bestehenden Abos endgültig aus — die Instanzen werden read-only. Wenn dein Team Jira bisher on-premise betrieben hat, um die Daten im eigenen Haus zu halten, stehst du jetzt vor einer Entscheidung mit Datum. Diese Seite ordnet die Fristen ein — und sagt ehrlich, für wen Zuuna eine Antwort ist und für wen nicht.

Was Atlassian abschaltet — und wann

Die Termine stammen von Atlassians offizieller End-of-Life-Seite (abgerufen am 3. August 2026):

DatumMeilenstein
30. März 2026Keine neuen Data-Center-Abos für Neukunden mehr — dieser Termin ist bereits verstrichen. Als Bestandskunde gilt, wer bis dahin je für Data Center bezahlt hat.
30. März 2028Letzter Termin für Bestandskunden, neue Data-Center-Abos, Marketplace-Apps oder Nutzer-Erweiterungen zu kaufen.
28. März 2029End of Life: Alle Data-Center-Abos und zugehörigen Marketplace-Apps laufen aus, die Instanzen werden read-only.
AusnahmeBitbucket Data Center ist vom End of Life ausgenommen und bekommt ein eigenes Lizenzmodell über 2029 hinaus.

Verlängern können Bestandskunden bis zuletzt — aber keine Verlängerung reicht über den 28. März 2029 hinaus; sie wird anteilig auf dieses Datum gekürzt. Nach dem End of Life gibt es keine Updates und keine Sicherheits-Fixes mehr, auch keine kritischen. Atlassian selbst rät davon ab, eine Read-only-Instanz danach noch am Netz zu lassen.

Warum der erzwungene Cloud-Wechsel viele EU-Teams beunruhigt

Atlassians Antwort auf das Data-Center-Ende ist die eigene Cloud — mit Migrationsprogrammen, Rabatten für frühe Wechsler und Gutschriften für ungenutzte Data-Center-Laufzeit. Trotzdem zögern gerade deutsche Teams, und zwar aus nachvollziehbaren Gründen:

  • US-Anbieter. Atlassian bietet einen Auftragsverarbeitungsvertrag mit Standardvertragsklauseln und hat sich dem EU-U.S. Data Privacy Framework angeschlossen. Die Debatte um CLOUD Act und Schrems II bleibt trotzdem — genau hier stellen Datenschutzbeauftragte und Betriebsräte ihre Rückfragen.
  • Datenstandort mit Lücken. Eine Frankfurt-Region gibt es, aber Data Residency setzt mindestens den Standard-Plan voraus und muss aktiv konfiguriert werden — und sie gilt nicht für alles: Daten im Transit, Support-Zugriffe und vor allem Marketplace-Apps sind ausgenommen. Bei Apps entscheidet jeder Anbieter selbst, wo die Daten liegen.
  • Abrechnung in US-Dollar. Atlassian stellt deutschen Kunden ausschließlich in USD in Rechnung — Wechselkursrisiko und Einkaufs-Reibung inklusive.
  • Preiskurve. Die Cloud-Listenpreise stiegen im Oktober 2025 (Jira Standard auf 9,05 US-Dollar pro Nutzer und Monat), die Data-Center-Preise im Februar 2026 — Jira Data Center kostet ab 500 Nutzern jetzt 59.000 statt 51.000 US-Dollar pro Jahr (Stand: 3. August 2026). Wer migriert, migriert in ein Preismodell ohne On-Premise-Rückweg.

Für wen Zuuna die richtige Antwort ist — und für wen nicht

Vorweg das Wichtigste: Zuuna ist kein 1:1-Ersatz für Jira Data Center. Zuuna ist ein in Deutschland gehostetes Kanban-Tool mit Sprints, Backlog, Planning Poker, Releases und Git auf der Karte — gebaut für Entwicklungsteams, nicht für Konzern-Installationen mit zehntausend Nutzern.

Passt, wenn:

  • dein Team klein bis mittelgroß ist und Kanban plus Sprints statt konfigurierbarer Enterprise-Workflows braucht,
  • der eigentliche Grund für On-Premise die Datenhoheit war — Zuuna wird in Deutschland gehostet, mit AVV und Preisen in Euro,
  • dir Git-Anbindung ohne Marketplace wichtig ist: Commits, Branches und Releases landen eingebaut auf der Karte.

Passt nicht, wenn:

  • deine Organisation tausende Nutzer, komplexe Workflow-Schemes oder unverzichtbare Marketplace-Apps hat,
  • du eine Gantt- oder Timeline-Ansicht brauchst — die hat Zuuna nicht.

On-Premise? Wenn der eigentliche Grund für Data Center die Datenhoheit war, deckt Hosting in Deutschland mit AVV das meist ab. Muss es wirklich deine eigene Infrastruktur sein, geht Self-Hosting in Absprache — über einen individuellen Vertrag, nicht aus der Preisliste. Sprich uns an.

Zuuna vs. Jira Data Center vs. Atlassian Cloud

KriteriumZuunaJira Data Center (bis 2029)Atlassian Cloud
BetriebsmodellSaaS, kein eigener ServerSelbst betrieben und gewartetSaaS
DatenstandortDeutschlandDein RechenzentrumAtlassian-Regionen (US-Anbieter), Frankfurt konfigurierbar
ZukunftAktiv weiterentwickeltRead-only ab 28.03.2029Aktiv weiterentwickelt
Git auf der KarteEingebaut — Commit-Hook, jeder Git-HostÜber Marketplace-AppsÜber Marketplace-Apps
Code-GraphJaNeinNein
Releases an Git-Tags + Deploy-ButtonJaÜber Add-onsÜber Add-ons
Sprints, Backlog, Planning Poker, RefinementEingebaut (Developer-Plan)Sprints und Backlog eingebaut, Poker über AppsSprints und Backlog eingebaut, Poker über Apps
Marketplace-AppsNeinJa — enden mit dem Data-Center-Ende 2029Ja
AVV & DSGVODeutscher Anbieter, AVV inklusiveLiegt bei dirDPA mit US-Anbieter (Standardvertragsklauseln)
PreisDeveloper: 24 € pro Platz/Monat inkl. MwSt.Ab 59.000 US-Dollar/Jahr (500 Nutzer; Stand 08/2026)Jira Standard: 9,05 US-Dollar pro Nutzer/Monat (Stand 08/2026)

Was du beim Umstieg verlierst

Ehrlichkeit gehört auf so eine Seite — Jira Data Center kann Dinge, die Zuuna nicht kann und nicht können will:

  • Das Marketplace-Ökosystem. Tausende Apps für jeden Spezialfall. Zuuna hat keinen Marketplace — was eingebaut ist, ist alles, was es gibt.
  • Tiefe Workflow-Anpassung. Schemes, Skripting, Feld-Konfigurationen pro Projekt — dieses Enterprise-Instrumentarium bildet Zuuna nicht ab.
  • Skalierung auf tausende Nutzer. Eine 10.000-Nutzer-Installation ist nicht unsere Liga.

Und auf unserer Seite konkret: Zuuna hat keine Gantt- oder Timeline-Ansicht, und Kartenbeziehungen sind Verknüpfungen ohne erzwungene Abhängigkeiten.

Der Umstieg in der Praxis

Ein nachvollziehbarer Weg in vier Schritten:

  1. Exportiere deine Vorgänge in Jira als CSV oder Excel.
  2. Lade die Datei hoch. Der Jira-Export wird erkannt, und die Zuordnung ist bereits ausgefüllt — du prüfst die Vorschau und übernimmst. Limits pro Datei: 15 MB, 10.000 Zeilen, 50 Spalten. Ohne Datei geht es auch: Data-Center-Instanzen mit erreichbarer REST-Schnittstelle lassen sich direkt verbinden, mit einem API-Token statt eines Exports.
  3. Gruppenweite Vorgangsschlüssel halten die Karten-IDs stabil — auch wenn Arbeit zwischen Boards wandert.
  4. Häng den Commit-Hook ins Repository — ab dann verknüpfen sich Commits von selbst mit ihren Karten.

Sprints, Git, Releases, API und Webhooks stecken im Developer-Plan für 24 € pro Platz und Monat (inkl. MwSt.) — alle Pläne auf der Preisseite.

Nächste Schritte

Wer beim Data-Center-Ende ohnehin neu bewertet, sollte auch die quelloffene Seite ansehen: OpenProject-Alternativen.

Was der Wechsel kostet

Die Zahl, die am Ende zählt, ist deine eigene: Plätze und Tarif eintragen und gegen die aktuelle Jahresrechnung rechnen — im Kostenrechner, ohne Anmeldung.

Die Anleitung zum Umzug

Schritt für Schritt, inklusive des Data-Center-Hinweises zum Wiki-Markup: Von Jira zu Zuuna umziehen.

Häufige Fragen

Wann genau endet Jira Data Center?

Am 28. März 2029 laufen alle Data-Center-Abos und zugehörigen Marketplace-Apps aus; die Instanzen werden read-only. Neukunden können seit dem 30. März 2026 keine Abos mehr kaufen, Bestandskunden noch bis zum 30. März 2028 erweitern — Verlängerungen reichen nie über das End-of-Life-Datum hinaus.

Kann ich Zuuna selbst hosten?

In Absprache, über einen individuellen Vertrag — es steht nicht als Selbstbedienung in der Preisliste, weil Betrieb, Updates und Support dabei eine andere Form annehmen. Für die meisten Anforderungen, die aus dem Datenschutz kommen, reicht allerdings der Betrieb in Deutschland mit AVV nach Art. 28 DSGVO. Wenn bei dir eine echte Air-Gap-Vorgabe gilt — kein Weg nach außen, überhaupt keiner —, sind OpenProject, Redmine oder GitLab Self-Managed die ehrlichere Empfehlung.

Kann ich meine Vorgänge aus Jira importieren?

Ja, und für Data Center meist ohne Datei: Ist die REST-Schnittstelle deiner Instanz erreichbar, verbindest du sie mit einem API-Token und wählst das Projekt. Sonst der Export „Excel CSV (all fields)“, hochgeladen mit fertiger Zuordnung; Limits pro Datei: 15 MB, 10.000 Zeilen, 50 Spalten. Kommentare, Checklisten, Sprints, Epics, Unteraufgaben und gebuchte Zeiten kommen mit, ebenso Namen und Links der Anhänge — die Dateien selbst bleiben in Jira. Ein Hinweis speziell für Data Center: Beschreibungen kommen als lesbarer Text ohne Formatierung an, weil Data Center Wiki-Markup liefert und nicht das neuere Format.

Wo liegen meine Daten, und bekomme ich einen AVV?

Zuuna wird in Deutschland gehostet, die Preise sind in Euro, und einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) bekommst du direkt vom Anbieter.

Welchen Plan brauche ich für Sprints, Git und Releases?

Den Developer-Plan für 24 € pro Platz und Monat (inkl. MwSt.). Er enthält Sprints, Backlog, Planning Poker, Releases, Git-Integration, API und Webhooks.

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