Vergleich

Zuuna vs. Microsoft Planner: mehr als Listen

Planner ist in Microsoft 365 schon drin — aber ohne Sprints, Git-Anbindung und deutsches Hosting. Der ehrliche Vergleich, inklusive der Grenzen von Zuuna.

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Microsoft Planner ist die bequemste Antwort auf Aufgabenverwaltung, die es gibt: in praktisch jeder kommerziellen Microsoft-365-Lizenz enthalten, direkt in Teams eingebettet, kein Cent extra. Der Vergleich mit Zuuna lohnt sich deshalb erst, wenn eine von zwei Fragen auftaucht: „Warum kann unser Board eigentlich keine Sprints?“ — oder „Wie abhängig wollen wir bei der Projektarbeit von einem US-Anbieter sein?“ Diese Seite beantwortet beide ehrlich — inklusive der Stellen, an denen Planner die bessere Wahl bleibt.

Ehrlich vorweg: wann du bei Planner bleiben solltest

Planner Basic gewinnt in drei Situationen, und zwar deutlich:

  • Ihr seid all-in auf Microsoft 365. Planner ist schon bezahlt, schon ausgerollt, schon über Entra ID abgesichert. Kein neuer Anbieter, kein neuer Vertrag, kein neues Login — die Aufgaben leben direkt in Teams, Outlook und To Do.
  • Buckets und Aufgaben reichen. Wer Checklisten mit Zuständigen und Terminen braucht und nicht mehr, bekommt bei Planner genau das, dort wo das Team ohnehin arbeitet.
  • Ihr braucht Gantt, Abhängigkeiten oder Portfolios. Dann ist die Antwort Planner Plan 1 oder „Planner and Project Plan 3“ — nicht Zuuna. Zuuna hat keine Gantt-Ansicht und keine Portfolio-Ebene, und diese Seite positioniert sich ausdrücklich nicht gegen Microsoft Project.

Was Planner Basic nicht kann

Die Grenzen von Planner Basic sind keine Geheimnisse — sie sind das Geschäftsmodell. Vieles, was ein Kanban- oder Entwicklerteam täglich braucht, ist entweder gar nicht da oder liegt hinter den Premium-Stufen:

  • Keine WIP-Limits, keine Swimlanes, keine Flussmetriken wie Cycle Time — das Board bleibt eine Aufgabenliste in Spalten.
  • Kaum Automatisierung: Über Benachrichtigungen hinaus führt jeder Weg durch Power Automate — ein eigenes Produkt mit eigener Lernkurve.
  • Eigene Felder, Abhängigkeiten und Timeline erst ab Planner Plan 1 — im Basic-Planner gibt es sie nicht.
  • Keine Sprints, kein Backlog, keine Story Points — Sprints und Backlog gibt es erst mit Planner Plan 1, Story Points gar nicht.
  • Keine Zeiterfassung, keine Git-Anbindung, keine Releases.

Zuuna setzt genau dort an: Sprints mit Backlog, Planning Poker, Story Points und Burndown, Git-Commits und Pull Requests direkt auf der Karte, Releases mit Code-Graph — alles im Developer-Plan, ohne Marketplace-App. Board-Automatisierungen (wenn → dann) gibt es ab Private Plus, Zeiterfassung und Reports ab Business Pro. Was das im Alltag heißt, zeigt Projektmanagement für Entwickler.

Der Souveränitätsaspekt: Projektdaten in Deutschland

Planner steht auf Microsofts eigener Liste der Dienste ohne spezifische Data-Residency-Zusage: Der Speicherort folgt einer festen Zuordnung nach der Standard-Geografie des Tenants — für deutsche Tenants heißt das „Makroregion Europa“, nicht Deutschland. Die Premium-Pläne speichern zusätzlich in Dataverse (Power Platform), und Aufgaben, die in To Do oder Outlook auftauchen, liegen im Exchange-Postfach des jeweiligen Nutzers. Selbst das kostenpflichtige Advanced-Data-Residency-Add-on führt Planner nicht als abgedeckten Dienst auf. (Quelle: Microsoft-Dokumentation, abgerufen am 3. August 2026.)

Zuuna ist bewusst das Gegenmodell: in Deutschland gehostet, mit einer AVV, die du online abschließt. Dazu die Sicherheitsausstattung, ehrlich nach Plan benannt: erzwungene Zwei-Faktor-Authentifizierung (TOTP + Recovery-Codes) in allen Plänen, auch Free — bei den meisten Anbietern ein Enterprise-Feature. SSO (SAML 2.0 / OpenID Connect), Require-SSO, SCIM-Provisioning und IP-Allowlist ab Business Pro. Ein Audit-Log gibt es in allen Plänen, mit einer ehrlichen Grenze: die letzten 100 Ereignisse auf Workspace-Ebene, ohne Export.

Funktionsvergleich

KriteriumZuunaMicrosoft Planner (Basic)
Hosting-StandortDeutschlandMakroregion Europa, keine spezifische Residency-Zusage (Stand 03.08.2026)
AVV / DPAJa, online abschließbarJa (Microsoft-DPA im M365-Rahmen)
Kanban-BoardJa, alle PläneJa (Buckets)
TabellenansichtJa, ab Private PlusJa (Raster)
KalenderansichtJa, ab Business StandardJa (Zeitplan)
Gantt / ZeitstrahlNeinNein — erst Planner Plan 1
Sprints & BacklogDeveloperNein — erst Planner Plan 1
Story Points & VelocityDeveloperNein
Planning PokerDeveloperNein
Git-Commits & PRs auf der KarteDeveloperNein
Releases & Code-GraphDeveloperNein
ZeiterfassungBusiness ProNein
AutomationenAb Private PlusNur über Power Automate
API & WebhooksDeveloperMicrosoft Graph API
Erzwungene 2FAAlle Pläne, auch FreeÜber Entra ID (Sache des Tenants)
SSO / SCIMBusiness ProEntra ID inklusive
Preis€0–24 pro Person/Monat inkl. MwSt.In M365 enthalten; Premium ab $10 (jährlich, Stand 03.08.2026)

Was Zuuna nicht hat

Damit du es nicht aus einer Fußnote erfährst:

  • Keine Gantt-/Zeitstrahl-Ansicht. Die Ansichten sind Kanban, Tabelle und Kalender.
  • Keine Ressourcenplanung über Projekte hinweg und keine Portfolio-Ebene. Wer das braucht, ist bei Microsofts Premium-Stufen richtig.
  • Keine Teams- oder Outlook-Integration in Microsofts Tiefe. Was es gibt: einen persönlichen iCal-Feed (ab Business Standard), den Outlook, Google Calendar und Apple Calendar abonnieren können — read-only.
  • Kein Ein-Klick-Import aus Planner. Der Weg geht über Excel/CSV — siehe unten.

Preise (Stand: 3. August 2026)

Alle Zuuna-Preise pro Person und Monat, inkl. MwSt.:

  • Zuuna: Private Free €0 · Private Plus €4 · Business Standard €8 · Business Pro €16 · Developer €24.
  • Microsoft: Planner Basic ist in den kommerziellen Microsoft-365-Plänen enthalten. Planner Plan 1 kostet laut Microsofts Preisseite $10 pro Nutzer/Monat, „Planner and Project Plan 3“ $30 — jeweils bei jährlicher Zahlung (abgerufen am 3. August 2026). Wichtig: Die Premium-Stufen stecken in keiner M365-Suite, auch nicht in E5 — sie sind immer eine Zusatzlizenz.

Ehrlich gerechnet: Solange Buckets reichen, ist Planner unschlagbar — er ist schon bezahlt. Wer nur die Sprint-Funktionen aus Plan 1 will, fährt dort auch günstiger als mit Zuunas Developer-Plan. Wer aber Git auf der Karte, Releases, eingebautes Poker und deutsches Hosting will, bekommt das bei Microsoft zu keinem Preis. Du kannst Zuuna 14 Tage kostenlos testen — ohne Kreditkarte; alle Details auf der Preisseite.

Von Planner zu Zuuna umziehen

Planner kann einen Plan nach Excel exportieren — und genau dieses Format nimmt Zuuna als Import: .xlsx oder CSV, bis 15 MB, 10.000 Zeilen und 50 Spalten, Trennzeichen inklusive Semikolon werden automatisch erkannt. Buckets werden zu Spalten, Aufgaben zu Karten. Die Schritt-für-Schritt-Anleitung: Excel-Tabelle als Kanban-Board importieren.

Nächste Schritte

Wo die Daten liegen, wer sie verarbeitet und was wir ausdrücklich nicht behaupten, steht offen auf der Seite Sicherheit und Datenschutz — inklusive Subprozessoren-Tabelle.

Wer über Planner hinausschaut, findet den Vergleich mehrerer Werkzeuge unter Microsoft-Planner-Alternativen.

Häufige Fragen

Ist Zuuna ein Ersatz für Microsoft Project?

Nein. Zuuna hat keine Gantt-Ansicht, keine Ressourcenplanung und keine Portfolio-Ebene. Wer das braucht, ist bei Planner Plan 1, „Planner and Project Plan 3“ oder Project richtig. Zuuna ersetzt Planner Basic — für Teams, die Kanban, Sprints und Git-Anbindung wollen.

Hat Zuuna eine Gantt-Ansicht?

Nein. Die Ansichten sind Kanban-Board, Tabelle und Kalender. Für die persönliche Wochenplanung gibt es Time-Blocking im Kalender (ab Business Standard) — Aufgaben per Drag-and-drop auf die Woche ziehen —, aber keinen Gantt-Chart mit Abhängigkeiten.

Können wir uns weiterhin mit unserem Microsoft-Konto anmelden?

Ja — ab Business Pro über Single Sign-On mit SAML 2.0 oder OpenID Connect. Ihr hinterlegt Zuuna als Anwendung in eurem Entra ID, danach läuft der Login über das bestehende Microsoft-Konto. Mit „Require SSO“ könnt ihr den Passwort-Login komplett abschalten, mit Ausnahmen pro Person, damit ihr euch nie aussperrt.

Wo liegen unsere Daten?

Zuuna wird in Deutschland gehostet, eine AVV schließt du online ab. Jedes Board lässt sich jederzeit als .xlsx oder CSV exportieren, und die Konto-Löschung ist Self-Service mit 30 Tagen Karenzzeit. Planner macht für seinen Speicherort dagegen keine länderspezifische Zusage — deutsche Tenants landen in der Makroregion Europa.

Wie bekommen wir unsere Aufgaben aus Planner heraus?

Über Planners Excel-Export: den Plan als Datei exportieren und in Zuuna importieren (.xlsx oder CSV, bis 15 MB und 10.000 Zeilen). Buckets werden zu Spalten, Aufgaben zu Karten — ein Ein-Klick-Import aus Planner existiert nicht.

Umsteigen ist unspektakulärer, als du denkst.

Jira verbindest du mit einem API-Token, Trello liest Zuuna aus seinem JSON-Export — beides mit fertiger Feldzuordnung. Jedes andere Tool exportierst du als CSV oder Excel. Der Import läuft einmal, er synchronisiert nicht. Danach 14 Tage testen, ohne Kreditkarte.