Vergleich
Zuuna vs. Notion: wenn aus Notizen echte Projekte werden
Notion ist stark bei Docs und Wikis — aber Sprints, Velocity und Git fehlen. Der ehrliche Vergleich mit Zuuna: in Deutschland gehostet, mit Preisen.
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Gleich vorweg, damit niemand seine Zeit verschwendet: Zuuna ist kein Notion-Klon. Wenn du ein Wiki suchst, verschachtelte Seiten, Datenbanken mit Relationen und Formeln — bleib bei Notion, das macht dort niemand besser. Spannend wird dieser Vergleich für Teams, deren Projekte in Notion-Datenbanken angefangen haben und ihnen jetzt entwachsen: kein echter Sprint, keine Velocity, kein Commit an der Karte — und das Board ist genau genommen nur eine gefilterte Datenbank-Ansicht. Für diesen Punkt ist Zuuna gebaut.
Ehrlich vorweg: Zuuna ist kein Notion-Ersatz
Notion ist ein Werkzeug für Wissen: Notizen, Wikis, Dokumentation, ein riesiges Template-Ökosystem und eine Flexibilität, mit der sich fast alles nachbauen lässt. Zuuna ist ein Werkzeug für Arbeit in Bewegung: Boards, Karten, Sprints, Zeiterfassung, Git-Anbindung. Viele Teams fahren gut mit beidem — das Wissen bleibt in Notion, die Projekte ziehen um. Die Frage dieses Vergleichs ist deshalb nicht „welches Tool ist besser“, sondern: Wo hört eine Datenbank auf, ein Projektwerkzeug zu sein?
Woran Notion-Datenbanken als Projekt-Tool scheitern
Das Kanban-Board in Notion ist eine Ansicht auf eine Datenbank. Das ist elegant — dieselben Daten als Tabelle, Timeline oder Kalender — aber es heißt auch: Alles, was ein Projektwerkzeug ausmacht, baust du selbst. Und einiges lässt sich gar nicht bauen:
- Sprints und Burndown gibt es nur als Selbstbau aus Datenbanken, Formeln und Charts — keine eingebaute Sprint-Planung, kein automatischer Burndown, keine Velocity als feste Größe.
- Keine native Zeiterfassung — wer Stunden auf Aufgaben braucht, hängt ein drittes Tool daneben (Stand: Juni 2026).
- Abhängigkeiten nur vom Typ „Ende-zu-Anfang“ — keine weiteren Typen, kein kritischer Pfad, kein Workload-Management (ProjectManager.com, Dezember 2024).
- Kein Commit an der Karte — Notion weiß nicht, welcher Branch, welcher Pull Request, welches Release zu einer Aufgabe gehört. In Zuuna ist genau das der Kern der Git-Integration.
ProjectManager.com bringt es in seinem Review auf den Punkt: Für komplexe Projektarbeit sei Notion „eher ein Datenvisualisierungs-Tool als eine Projektmanagement-Software“.
Wo deine Daten liegen
Für viele deutsche Teams ist das die eigentliche Frage hinter „Notion Alternative“. Die Fakten, fair formuliert: Notion bietet EU-Datenresidenz an — aber nur im Enterprise-Plan. Und sie regelt, wo Daten im Ruhezustand gespeichert werden; Zugriffe durch Subprozessoren außerhalb des EWR schließt sie nicht aus (Stand 30.07.2026, Notions eigene Hilfeseiten). In Free, Plus und Business liegen deine Daten standardmäßig nicht in der EU.
Zuuna wird auf jedem Tarif in Deutschland gehostet — auch im Free-Plan. Einen AVV gibt es zum Selbstabschluss dazu, erzwungene Zwei-Faktor-Authentifizierung für den ganzen Workspace ebenfalls auf jedem Tarif, und jedes Board lässt sich jederzeit als Excel oder CSV exportieren. Rechtsberatung ist das nicht — aber eine deutlich kürzere Prüfliste für deinen Datenschutzbeauftragten.
Funktionsvergleich
| Kriterium | Zuuna | Notion |
|---|---|---|
| Hosting-Standort | Deutschland — auf jedem Tarif | Global; Standard-Speicherort nicht in der EU |
| EU-Datenresidenz | Jeder Tarif, auch Free | Nur Enterprise (regelt die Speicherung im Ruhezustand) |
| AVV / DPA | Ja, zum Selbstabschluss | DPA vorhanden |
| Kanban-Board als eigenes Objekt | Ja | Nein — Ansicht auf eine Datenbank |
| Sprints und Backlog | Ja (Developer) | Selbstbau über Templates und Datenbanken |
| Story Points und Velocity | Ja (Developer) | Manuell über Formeln und Charts |
| Planning Poker | Ja (Developer) | Nein |
| Git-Commits und PRs auf der Karte | Ja (Developer) | Nein |
| Releases und Code-Graph | Ja (Developer) | Nein |
| Zeiterfassung | Ja (Business Pro) | Nicht nativ |
| Dokumente / Wiki | Dokumente ab Business Pro; kein Wiki | Kernstärke |
| Datenbanken, Relationen, Formeln | Nein | Ja |
| Automationen | Ab Private Plus (200 Läufe/Monat) | Datenbank-Automationen |
| API und Webhooks | Ja (Developer) | Öffentliche API |
| SSO / SCIM | Business Pro | Höhere Tarife |
| Einstiegspreis (bezahlt) | €4 inkl. MwSt. | $10 (jährlich; Stand 03.08.2026) |
Dokumente in Zuuna — was es gibt und was nicht
Damit hier kein falscher Eindruck entsteht: Zuuna hat Dokumente, aber sie sind kein Notion. Was es gibt (ab Business Pro): mehrseitige Rich-Text-Dokumente direkt am Board oder eigenständig in der Sidebar, Word-Import und -Export — importieren kannst du auch HTML, Markdown und Text —, Bilder per Copy-Paste und öffentliche Freigabe-Links. Was es nicht gibt: Datenbanken, Relationen, Formeln, Rollups — und kein Live-Co-Editing; wer gleichzeitig im selben Dokument schreibt, überschreibt sich gegenseitig. Specs und Meeting-Notizen neben dem Board: ja. Ein Firmen-Wiki: nein.
Preise
Alle Zuuna-Preise pro Person und Monat, inkl. MwSt.: Free €0 (2 Mitglieder, 100 Karten), Private Plus €4, Business Standard €8, Business Pro €16 (Zeiterfassung, Reports, Dokumente, SSO), Developer €24 (Sprints, Git, API, Webhooks). Details auf der Preisseite.
Notion (Stand 03.08.2026): Free $0, Plus $10, Business $20 pro Person und Monat bei jährlicher Zahlung — monatlich $12 bzw. $24 —, Enterprise auf Anfrage. Die offizielle Preisseite zeigte uns beim Abruf €9,50 bzw. €19,50 an. Wichtig fürs Rechnen: Das volle Notion AI (Agent, AI Meeting Notes) gibt es erst ab Business; Free und Plus bekommen nur einen begrenzten Test. Und die EU-Datenresidenz von oben gibt es erst mit Enterprise.
Wo Notion besser ist
- Wiki und Wissensdatenbank — verschachtelte Seiten, alles verlinkbar, alles durchsuchbar. Das ist Notions Kern, und Zuuna versucht erst gar nicht, hier mitzuspielen.
- Datenbanken mit Relationen, Rollups und Formeln — dieselben Daten als Board, Tabelle, Timeline oder Kalender, verknüpft über Datenbank-Grenzen hinweg. Zuuna hat das schlicht nicht.
- Templates und Community — ein riesiges Ökosystem an Vorlagen für fast jeden Anwendungsfall. Davon ist Zuuna weit entfernt.
- KI im Sitzpreis — der Business-Plan ($20) enthält das volle Notion AI ohne Aufpreis, wo andere Anbieter eine KI-Zusatzgebühr nehmen (Stand: Juni 2026).
- Der Free-Plan — für eine Einzelperson ist Notion kostenlos erstaunlich komplett.
Wenn dein Team vor allem dokumentiert und nur nebenbei Aufgaben verwaltet: Bleib bei Notion. Ein Wechsel lohnt erst, wenn die Projektarbeit das Werkzeug sprengt.
Von Notion umziehen
Der Weg führt über CSV: Notion exportiert jede Datenbank einzeln als CSV-Datei, und Zuuna macht daraus per Tabellen-Import ein Board — Kopfzeile wählen, Spalten auf Titel, Status und eigene Felder mappen, Vorschau prüfen, fertig (bis 15 MB, 50 Spalten, 10.000 Zeilen). Ehrliche Grenzen: Relationen zwischen Datenbanken kommen nicht mit, und die Seiteninhalte hinter den Datenbankzeilen auch nicht. Exportierte Notion-Seiten kannst du aber als HTML- oder Markdown-Dateien in Zuuna-Dokumente importieren (Business Pro).
Nächste Schritte
Teste den Unterschied selbst: 14 Tage kostenlos, ohne Kreditkarte.
- DSGVO-konformes Projektmanagement — der ausführliche Blick auf Hosting, AVV und Betroffenenrechte.
- Zuuna vs. Trello — der Vergleich mit dem Board-Klassiker.
- Zuuna vs. Jira — wenn es um das große Agile-Besteck geht.
Wo die Daten liegen, wer sie verarbeitet und was wir ausdrücklich nicht behaupten, steht offen auf der Seite Sicherheit und Datenschutz — inklusive Subprozessoren-Tabelle.
Häufige Fragen
Ist Notion DSGVO-konform?
Das ist keine Rechtsberatung, aber die überprüfbaren Fakten (Stand 30.07.2026): Notion bietet EU-Datenresidenz nur im Enterprise-Plan an, und sie regelt den Speicherort im Ruhezustand — Subprozessoren außerhalb des EWR bleiben Teil des Setups. In Free, Plus und Business liegen Daten standardmäßig nicht in der EU. Zuuna wird auf jedem Tarif in Deutschland gehostet, mit AVV zum Selbstabschluss.
Kann Zuuna meine Notion-Datenbanken importieren?
Über den Umweg CSV: Exportiere jede Datenbank in Notion als CSV und importiere sie in Zuuna als Board — Spalten werden auf Titel, Status und eigene Felder gemappt. Relationen zwischen Datenbanken und die Seiteninhalte hinter den Zeilen kommen dabei nicht mit.
Hat Zuuna ein Wiki?
Nein. Zuuna hat Dokumente (ab Business Pro): mehrseitige Rich-Text-Dokumente mit Word-Import und -Export, direkt am Board oder eigenständig in der Sidebar. Für Specs und Meeting-Notizen reicht das — ein verschachteltes Firmen-Wiki mit Datenbanken und Formeln ist es nicht.
Was ist mit Notion-Templates?
Das Template-Ökosystem bleibt eine echte Notion-Stärke, an die Zuuna nicht heranreicht. In Zuuna kannst du jedes Board als persönliche Vorlage speichern; geteilte Team-Vorlagen gibt es ab Business Standard. Einen Marktplatz mit tausenden Vorlagen gibt es nicht.
Für welche Teams lohnt sich der Wechsel?
Für Teams, die in Notion angefangen haben und jetzt echte Projektarbeit fahren: Sprints mit Burndown, Story Points, Zeiterfassung, Commits und Releases an der Karte. Das Wissen kann dabei in Notion bleiben — umziehen müssen nur die Projekte. Und wer EU-Hosting ohne Enterprise-Vertrag braucht, bekommt es bei Zuuna auf jedem Tarif.