Vergleich
Zuuna vs. GitHub Projects: wann das Board nicht reicht
GitHub Projects ist kostenlos und liegt im Repository. Der ehrliche Vergleich: wofür es reicht, wo es aufhört — und wann ein eigenes Board sinnvoll ist.
GitHub Projects ist in jedem GitHub-Tarif enthalten, auch im kostenlosen — Tabellen, Boards, Roadmaps, eigene Felder. Es liegt direkt neben Issues und Pull Requests. Wer das schon hat, sollte gute Gründe brauchen, um daneben ein zweites Werkzeug aufzumachen. Diese Seite versucht, ehrlich zu sagen, wann es welche gibt.
Wann GitHub Projects reicht
Wenn alle, die mitplanen, ohnehin GitHub-Konten haben und die Arbeit im Wesentlichen Code ist. Dann ist die Nähe zu Issues und PRs ein echter Vorteil: keine Verknüpfung, keine Synchronisation, kein zweites Login. Für ein reines Entwicklerteam mit überschaubarem Planungsbedarf ist das die schlankere Wahl — und sie kostet nichts.
Wo es aufhört
An drei Stellen, und alle drei haben denselben Ursprung: GitHub Projects plant Code-Arbeit für Leute, die in GitHub leben.
- Menschen ohne GitHub. Marketing, Vertrieb, Geschäftsführung, Kundschaft — sie brauchen ein Konto in deiner Organisation, um überhaupt etwas zu sehen. Das ist der Punkt, an dem die meisten Teams anfangen, Dinge in eine Tabelle zu kopieren.
- Zeit und Kapazität. Es gibt keine Zeiterfassung auf dem Vorgang und keine Kapazitätsplanung, die Abwesenheiten kennt. Wer nach Aufwand abrechnet oder Sprints gegen echte Verfügbarkeit plant, baut das daneben.
- Dokumente. Konzepte und Protokolle landen im Wiki, in Notion oder in Confluence — also woanders als die Arbeit.
Was Zuuna dagegen setzt
Dieselbe Git-Nähe, aber von außen: Commits, Branches, Pull Requests und Build-Status landen auf der Karte, Releases hängen an echten Git-Tags, und der Code-Graph zeigt, was ohne Ticket live ging. Dazu Sprints mit Kapazität, Zeiterfassung und Dokumente — und Leser ohne Konto über öffentliche Links, die nicht gegen die Mitgliederzahl zählen.
Preise
GitHub: Free 0 $ · Team 4 $ · Enterprise ab 21 $ je Nutzer/Monat (die beiden bezahlten Angaben führt GitHub als Preis für die ersten zwölf Monate; abgerufen am 14. August 2026). Zuuna: Free 0 € · Plus 4 € · Business Standard 8 € · Business Pro 16 € · Developer 24 € je Platz/Monat, inkl. MwSt. Währungen sind nicht umgerechnet.
Und der Punkt, der keiner Funktionsliste steht
GitHub ist ein US-Dienst. Für Teams mit Datenschutzprüfung, AVV-Pflicht oder Betriebsrat ist das keine Kleinigkeit, sondern die erste Frage. Zuuna läuft in Deutschland, der AVV liegt ohne Vertriebsgespräch bereit. Wenn diese Frage bei euch nie gestellt wird, fällt dieses Argument weg — dann bleibt der Vergleich beim Funktionsumfang, und der oben beschriebene Rest gilt.
Umziehen
Über CSV. GitHub exportiert ein Project als CSV, Zuuna liest es und du ordnest die Spalten zu. Anhänge und Kommentarverläufe kommen dabei nicht mit — wie das im Einzelnen abläuft, steht auf der Import-Seite.
Häufige Fragen
Kostet GitHub Projects extra?
Nein. Es ist in jedem GitHub-Tarif enthalten, auch im kostenlosen (Stand 14. August 2026). Genau deshalb lohnt sich ein Wechsel nur, wenn dir etwas Bestimmtes fehlt — nicht, weil das andere Werkzeug „besser“ wäre.
Kann ich Zuuna mit GitHub verbinden statt zu wechseln?
Ja, und für viele Teams ist das die richtige Antwort. Zuuna verbindet sich über eine GitHub-App mit deinen Repositories; Commits und Pull Requests landen dann auf der Zuuna-Karte, während der Code bleibt, wo er ist.
Brauchen alle im Team ein GitHub-Konto?
Bei GitHub Projects ja — wer die Planung sehen soll, braucht Zugriff auf die Organisation. In Zuuna reicht für reine Leser ein öffentlicher Link, und der zählt nicht als Platz.
Wann sollte ich bei GitHub Projects bleiben?
Wenn dein Team klein und vollständig technisch ist, ihr keine Zeiterfassung braucht und Hosting keine Rolle spielt. Dann ist die Nähe zum Repository mehr wert als alles, was ein separates Board dazugewinnt.