Glossar
Was ist Scrumban? Wann die Mischung sinnvoll ist
Scrumban kombiniert Sprints und Rollen aus Scrum mit Fluss und WIP-Limits aus Kanban. Was man behält, was man weglässt, und für wen es taugt.
Scrumban ist keine eigene Methode, sondern eine gebräuchliche Mischung: der Rhythmus und die Rollen aus Scrum, der Fluss und das WIP-Limit aus Kanban. Gedacht für Teams, deren Arbeit teils planbar und teils reaktiv ist.
Was man üblicherweise behält
Aus Scrum: einen gepflegten Backlog, die Retrospektive und meist einen festen Planungstermin. Aus Kanban: die Obergrenze pro Spalte und das Ziehen statt Zuteilen. Häufig fällt die feste Sprint-Zusage weg — geplant wird, aber nicht auf Punkt und Komma zugesagt.
Für wen es taugt
Für Teams mit gemischtem Zulauf: Produktarbeit und Störungen im selben Board. Ein reines Scrum-Team wird dort jeden zweiten Sprint umwerfen, ein reines Kanban-Team verliert die Planbarkeit, die das Umfeld erwartet.
Die Falle
Scrumban wird gern als Begründung benutzt, beides halb zu machen: Sprints ohne Zusage, WIP-Limits ohne Einhaltung. Dann bleibt ein Board mit Vokabular. Die Mischung trägt nur, wenn bewusst entschieden wird, was gilt.
Häufige Fragen
Gibt es dafür einen Standard?
Nein. Scrumban ist eine Beschreibung gelebter Praxis, kein Regelwerk — was gilt, legt das Team fest und sollte es aufschreiben.
Braucht Scrumban Story Points?
Nicht zwingend. Viele Teams schätzen gar nicht mehr und steuern über Durchlaufzeit statt über Velocity.