Glossar

Was ist ein WIP-Limit? Definition und Praxis

Ein WIP-Limit begrenzt, wie viele Aufgaben gleichzeitig in einer Spalte liegen dürfen. Warum das die Durchlaufzeit senkt und wo man es ansetzt.

Ein WIP-Limit (work in progress) begrenzt, wie viele Karten gleichzeitig in einer Spalte liegen dürfen. Ist das Limit erreicht, darf nichts Neues nachrücken, bevor etwas weiterwandert. Es ist die eine Regel, die ein Kanban-Board von einer bunten To-do-Liste unterscheidet.

Warum es wirkt

Zu viel Paralleles kostet doppelt: durch Umschaltzeit und durch Wartezeit. Fünf gleichzeitig begonnene Aufgaben werden alle fünf später fertig als fünf nacheinander erledigte — bei gleicher Arbeitsmenge. Ein Limit erzwingt, dass Angefangenes zu Ende gebracht wird, und senkt damit die Durchlaufzeit.

Wo man es ansetzt

Dort, wo sich Arbeit staut — meist „In Arbeit“ und „Review“. Ein brauchbarer Startwert ist etwa die Teamgröße, danach nach unten korrigieren. Wenn das Limit spürbar wehtut, ist es meistens richtig: Es macht sichtbar, dass irgendwo eine Übergabe klemmt.

In Zuuna

Pro Spalte lässt sich eine Obergrenze setzen; beim Überschreiten meldet sich die Spalte sichtbar, statt es stillschweigend zuzulassen.

Häufige Fragen

Was tun, wenn das Limit erreicht ist?

Nicht die nächste Aufgabe anfangen, sondern helfen, eine laufende fertig zu bekommen. Genau dieses Verhalten soll das Limit auslösen.

Braucht ein Zweierteam ein WIP-Limit?

Selten. Der Nutzen entsteht durch gegenseitige Blockaden; bei zwei Personen sind die meist ohnehin sichtbar.

Gilt das Limit pro Person oder pro Spalte?

Pro Spalte. Ein Limit pro Person optimiert die Auslastung Einzelner — genau das Gegenteil dessen, worum es geht.

Bereit, es einfacher zu machen?

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