Glossar
Was ist ein Kanban-Board? Aufbau und Spalten
Ein Kanban-Board zeigt Arbeit als Karten in Spalten, die den Weg von „offen“ bis „fertig“ abbilden. Aufbau, sinnvolle Spalten und die häufigsten Fehler.
Ein Kanban-Board ist die sichtbare Form eines Arbeitsprozesses: Spalten stehen für die Stationen, die eine Aufgabe durchläuft, Karten für die Aufgaben selbst. Eine Karte wandert von links nach rechts, und ihre Position beantwortet ohne Rückfrage die Frage, woran gerade gearbeitet wird und was hängt.
Welche Spalten sinnvoll sind
Die Spalten sollen deinen echten Ablauf abbilden, nicht ein Lehrbuch. Für die meisten Teams reichen drei bis fünf: etwas wie Backlog, In Arbeit, Review, Fertig. Jede zusätzliche Spalte ist eine Behauptung, dass es dort eine echte Übergabe gibt — wenn nicht, verlängert sie nur die Durchlaufzeit.
Die häufigsten Fehler
Der erste ist ein Board ohne Obergrenze: Ohne WIP-Limit sammelt sich alles in der mittleren Spalte, und das Board zeigt zuverlässig an, dass zu viel gleichzeitig läuft — ohne dass jemand etwas ändert. Der zweite ist die Spalte „Wartet auf Kund:in“, die zur Endlagerstätte wird. Der dritte ist ein Board pro Person statt pro Arbeitsfluss; dann ist nichts mehr sichtbar, was zwischen Menschen hängt.
Board, Backlog und Sprint
Das Board zeigt, was läuft. Was noch nicht begonnen hat, gehört in den Backlog. Wer in festen Iterationen arbeitet, zieht daraus einen Sprint — das Board bleibt dabei dasselbe, es füllt sich nur portionsweise.
In Zuuna
Spalten legst du frei an und ordnest sie per Drag-and-drop; dieselben Karten lassen sich zusätzlich als Tabelle, Kalender oder Dokument ansehen, ohne dass du sie doppelt pflegst. Wer den Fluss automatisieren will, lässt Karten per Regel oder per Git-Commit selbst weiterwandern.
Häufige Fragen
Wie viele Karten gehören auf ein Board?
So wenige gleichzeitig „in Arbeit“ wie möglich. Für die Gesamtzahl gibt es keine Obergrenze — sobald ein Board aber unübersichtlich wird, ist das meist ein Zeichen, dass zwei Arbeitsflüsse in einem Board stecken.
Braucht jedes Team ein eigenes Board?
Ein Board sollte einen Arbeitsfluss abbilden, nicht eine Personengruppe. Teilen sich zwei Teams denselben Ablauf, ist ein gemeinsames Board meist ehrlicher als zwei getrennte.
Was gehört in die Spalte „Fertig“?
Nur, was wirklich abgeschlossen ist — was das heißt, legt die Definition of Done fest. Ohne diese Vereinbarung bedeutet „fertig“ für jede Person etwas anderes.