Tutorial
Sprint-Kapazität planen
Wissen, wie viel ins Sprint passt, bevor er anfängt: Kapazität pro Person setzen, Auslastung lesen und Urlaube automatisch einrechnen.
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Der zuverlässigste Weg, einen Sprint zu reißen, ist, ihn nach Gefühl zu füllen. Die Kapazitätsplanung ersetzt das Gefühl durch eine Zahl pro Person — und rechnet Urlaube gleich mit ein. Sie gehört zur Sprint-Ebene des Developer-Plans.
Was du brauchst
- Den Developer-Plan — siehe Preise.
- Einen geplanten Sprint mit zugewiesenen Karten — siehe Sprint planen und starten.
- Für die automatische Urlaubs-Logik: gepflegte Abwesenheiten im Team-Planner.
1. Plan prüfen
Kapazität ist Teil der Sprint-Ansichten. Ohne Developer-Plan gibt es keine Sprints und damit keine Kapazitätsplanung.
2. Kapazität pro Person setzen
Es gibt drei Stellen, an denen ein Wert stehen kann, und sie stechen einander in fester Reihenfolge — von speziell nach allgemein:
- Pro Sprint und Person — „Anna schafft diesen Sprint nur 20 h" schlägt alles andere.
- Persönlicher Standard — Annas üblicher Wert, wenn der Sprint nichts anderes sagt.
- Gruppen-Standard — der Wert für alle, bei denen nichts Persönliches steht.
Steht nirgends etwas, greift der vierte Weg: Wochenarbeitszeit minus Abwesenheiten, automatisch aus dem Team-Planner — dazu gleich mehr.
3. In Punkten oder Stunden planen
Beide Einheiten funktionieren. Entscheidend ist nur, dass Schätzung und Kapazität dieselbe Sprache sprechen: Punkte gegen Punkte, Stunden gegen Stunden. Teams, die beides pflegen, sehen beide Auslastungen nebeneinander.
4. Aufwand auf mehrere Zuständige aufteilen
Eine Karte mit zwei Zuständigen muss den Aufwand nicht doppelt zählen: Teile ihn auf — 7 Stunden Backend, 1 Stunde Frontend. Die Auslastung jeder Person zeigt dann ihren tatsächlichen Anteil, nicht die ganze Karte.
5. Die Auslastungs-Anzeige lesen
Beim Planen siehst du pro Person, wie voll sie ist. Rot heißt überbucht — und zwar bevor der Sprint startet, nicht in der Retro. Das ist der ganze Zweck der Übung: Das Gespräch „das passt nicht" findet am Planungstag statt, nicht am vorletzten Sprinttag.
6. Urlaube automatisch berücksichtigen
Der stille Klassiker der Überplanung: Zwei von fünf sind eine Woche weg, und niemand hat es beim Planen im Kopf. Wenn ihr Abwesenheiten im Team-Planner pflegt, rechnet Zuuna sie automatisch aus der Stunden-Kapazität heraus — ohne dass jemand daran denken muss. Zwei ehrliche Grenzen: Das gilt nur, wo kein manueller Wert steht (bewusste Einträge werden nie überschrieben), und nur für Stunden — eine Punkte-Kapazität kann Zuuna nicht aus einem Kalender herleiten.
Wenn es nicht klappt
- Die Auslastung bleibt leer. Karten ohne Schätzung zählen nicht. Erst schätzen — per Poker oder direkt.
- Der Urlaub wird nicht abgezogen. Entweder steht ein manueller Wert (der gewinnt), oder die Abwesenheit fehlt im Team-Planner, oder ihr plant in Punkten.
- Eine Person taucht nicht auf. Sie ist keiner Karte im Sprint zugewiesen.
Nächste Schritte
- Sprint abschließen und den Burndown lesen — die Kontrolle nach dem Sprint.
- Projektmanagement für Entwickler.
Häufige Fragen
Wo kommen die Stunden her, wenn ich nichts eintrage?
Aus dem Team-Planner: Wochenarbeitszeit der Person minus eingetragene Abwesenheiten im Sprint-Zeitraum. Dieser Rückfall funktioniert nur in Stunden — für Story Points braucht es einen eingetragenen Wert.
Zählt Urlaub automatisch?
Ja, sofern die Abwesenheit im Team-Planner steht und du keinen manuellen Wert gesetzt hast. Ein von Hand eingetragener Wert gewinnt immer — Zuuna überschreibt keine bewusste Entscheidung.
Funktioniert das auch mit Story Points?
Die Planung ja, die Urlaubs-Logik nein. Punkte-Kapazität trägst du selbst ein; nur die Stunden-Kapazität kann Zuuna aus Arbeitszeit und Abwesenheiten herleiten.
Kann ich Kapazität auch auf einem normalen Board sehen?
Ja — die Kapazitätsansicht funktioniert auch dort, nicht nur im Sprint.
Welcher Plan?
Der Developer-Plan. Er enthält auch den Team-Planner, aus dem die Abwesenheiten kommen.